Unsere Reinigungsphilosophie

CERABITE®:
Unsere Reinigungsphilosophie für optimale und reproduzierbare Reinigungsergebnisse!

Grundsatz Nr. 1: Zuerst Öl und Fett entfernen

Es gibt 3 Hauptgründe, warum der Öl- und Fettfilm am Gussteil mit 1. Priorität zu entfernen ist:

  1. Solange das Gussteil noch nass ist, lässt sich die Bohr- und Schneidemulsion besser abwaschen als wenn der Wasseranteil bereits verdunstet ist.
  2. Eine optimale Badpflege ist bei Anwesenheit von Öl und Fett besonders aufwändig. Die einfache Entfernung von demulgierenden Ölen reicht bei weitem nicht. Deshalb ist für das Entfernen von Ölemulsionen der Einsatz von Mikro-/Ultrafiltrationen oder Koaleszensabscheidern unumgänglich.
  3. Es können kleinste Flitterpartikel, die über Adhäsionskräfte des Öls am Bauteil haften, durch die nachfolgende Reinigungsmechanik nicht vollständig entfernt werden.

Grundsatz Nr. 2: Badpflege

Nachfolgende zu reinigende Gussteile müssen möglichst gleiche Bedingungen vorfinden wie das zuerst behandelte Gussteil.

Deshalb muss gelten, die eingebrachte Schmutzfracht umgehend aus dem Reinigungsbad wieder zu separieren und gleichzeitig die chemische Wirkung der Reinigungslösung konstant zu halten.

Grundsatz Nr. 3: Abstimmung zwischen Kühlschmiermittel, Reinigerchemie und Ölabtrennung

Kühlschmiermittel sind ebenso wie Reiniger zur Entfettung hochkomplexe chemische Zusammensetzungen.

Die eingesetzten Stoffe müssen deshalb genau aufeinander abgestimmt werden.

Außerdem kann eine angepasste, optimierte Ölseparierungstechnik den Tensidverbrauch deutlich senken.

Grundsatz Nr. 4: Vermeidung von Schmutzfrachtverschleppungen

Gussteile müssen beim Verlassen des Reinigungsbades mit frisch gereinigter Reinigungsflüssigkeit oder Wasser abgespritzt und ggf. abgeblasen werden.

Grundsatz Nr. 5: Effiziente Verfahrenswahl für die Entfernung von fest anhaftenden Fremdpartikeln und die Austragung von Spänen

Bei Gussteilen mit komplexen Kavitäten kann das notwendige Energieniveau der Reinigungsmechanik mit konventionellen Verfahren nicht ins Bauteil gebracht werden. Hier nutzt das Stoßwellenverfahren CERABITE® gleichzeitig zwei auftretende physikalische Effekte bei der Erzeugung der Kondensatorunterwasserentladung.

  1. Die entstehende Stoßwelle beim Einschießen des Entladekanals (Plasmakanal) im Wasser breitet sich mit hoher Frequenz von ca. 85 kHz und hohem Druckniveau mit Schallgeschwindigkeit im Wasser aus. Aufgrund unterschiedlicher Impedanzen zwischen Wasser und Metall reflektiert die Stoßwelle an den Innenwänden des Gussteils und erreicht somit jeden Bereich von Kavitäten. Hierbei werden Fremdpartikel zerkleinert und abgelöst.
  2. Die als Folge der hohen Temperatur des Plasmakanals entstehende Wasserdampfblase beschleunigt das umliegende Wasser auf mehrere hundert Meter pro Sekunde. Extrem starke Strömungen, die das Gussteil durchfluten, sind die Folge.